Internet total

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VORSICHT. THEORIE. JETZT EINATMEN.

Das Internet wird immer stärker zum Ort sozialer Interaktion. Ob Facebook, Like-Button oder Kommentarfunktion – alles hängt von unserem Input ab. Möglicherweise spielt sich ja das gesellschaftliche Leben in der Stadt der Zukunft nur noch online ab? Oder ist das schon heute so? Hier ein Paar Fakten zur aktuellen Internetnutzung in Deutschland:

Der (N)Onliner Atlas wertete im dieses Jahr 30.000 Befragungen in Deutschland aus: 76,5 Prozent der Befragten gaben an Onlinenutzer zu sein, was nahezu einer Verdopplung in zehn Jahren entspricht (2002: 41,7 Prozent Onlinenutzer). Besonders in den jüngeren Altersgruppen bis 39 Jahre sind nahezu alle Befragten online: Außerdem zeigen die Ergebnisse der Befragung: Je größer das Haushaltseinkommen, je höher der Schulabschluss und je größer der Wohnort sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Internetnutzung. Und: Berlin ist knapp nach Hamburg das Bundesland mit den meisten Internetnutzern.

Die ARD-ZDF-Onlinestudie 2013 ergänzt Angaben zum Verhalten der Nutzer im Netz: Sie verweilen durchschnittlich 169 Minuten im Netz und nutzen u. a. mindestens einmal wöchentlich Suchmaschinendienste (83 Prozent), Email-Dienste (79 Prozent), Online-Communities (39 Prozent), Kartenanwendungen (20 Prozent) und Gesprächsforen (10 Prozent; 2012: 26 Prozent). Wichtiger Hinweis für die Durchdringung des Internet im Alltagsleben ist auch die mobile Nutzung des Internet: Bereits 45 Prozent (2012: 22 Prozent) der Befragten nutzen den Internetzugang ihres Smartphones. Diese Zahl ist bei den befragten Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren mit 71 Prozent (2012: 46 Prozent) noch höher.

Eine genauere Betrachtung der Jugendlichen ist sinnvoll, um aus dem Datenmaterial zukünftige Tendenzen im allgemeinen Nutzerverhalten abzulesen. Die JIM-Studie befragt seit 1998 Heranwachsende im Alter von 12 bis 19 Jahren (n ≥ 1000). Sie bestätigt im Jahr 2012 nicht nur die hohe Zahl mobiler Internetnutzer unter den Teenagern – bei den männlichen Jugendlichen sind es 51 Prozent sondern zeigt auch die hohe Grundausstattung der Haushalte in denen Jugendliche aufwachsen: Computer, Fernseher und Internetzugang, sind laut der Studie, flächendeckend vorhanden, während der Zugang zu Smartphones (63 Prozent; ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Tablet-PCs (19 Prozent) stark zunimmt. Diese Zahlen legen die Vermutung nahe, dass die nachwachsende Generation das Internet als selbstverständliches Medium begreifen und nutzen wird.

Die Zahlen belegen insgesamt, dass das Internet bereits zu einem alltäglichen Medium der deutschen Gesellschaft geworden ist und sich Ansätze der Integration von Internetaktivitäten in alltägliche Abläufe ablesen lassen, was man an der langen durchschnittlichen Verweildauer im Netz sowie der steigenden Zahl mobiler Nutzer erkennt.

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