Tuxe(-do). Maßgeschneidert.

London Taxi

Der berühmte Nebel dieser Stadt ist nicht nur witterungsbedingt. London hat eine miserable Luftqualität. Etwa 4300 Menschen sterben dort jährlich aufgrund der Luftverschmutzung. Inzwischen hat selbst die EU Kommission die Stickstoffdioxid-Konzentration an den Pranger gestellt. 60% der Luftverschmutzung erzeugt der innerstädtische Verkehr. Doch was tun? Eine teure Umweltzone gibt es schon, die Unterhaltskosten für Autos innerhalb Londons sind hoch, das Nahverkehrssystem ist gut ausgebaut. Die Stadt hat im Rahmen der „Mayor’s Air Quality Initiative“ einen neuen Ansatzpunkt gefunden: Das Taxi. Wer schon mal das Taxi vom Flughafen Heathrow in die City genommen hat (ca. 120 Euro), weiß wie kostspielig diese Transportart dort ist. Ein großer Markt, mit großen Gewinnmargen und entsprechendem Kapital für Innovation. Zudem erzeugen die 23.000 „Black Cabs“ laut Angaben der Stadt 35% des Feinstaubs (PM10) und 15% der Stickstoffdioxid-Konzentration. Tendenz stark steigend. Da kein Automodell den Ansprüchen der Stadtverwaltung genügte, arbeitet die Stadt London mit 5 Herstellern einfach direkt zusammen. Das Ergebnis, sind maßgeschneiderte, (potentiell) emissionsfreie Taxen, welche erstmals ab 2018 in London für jede Neuzulassung vorgeschrieben werden sollen. Diese Modelle verfügen über eine GPS-basierte Motor-Fernumstellung (#GEO-FENCING), welches die Hybrid-Taxen dazu zwingen, im innerstädtischen Bereich in den Elektro-Modus umzuschalten (#INNOVATION!). Dies soll Taxi-Emissionen in der Innenstadt um 100% reduzieren – und im Umland immerhin noch um 75%, dank eines effizienteren Antriebs. Kein Wunder, dass London für das PPP (Public-Private-Partnership) gerade erst ausgezeichnet worden ist. Kleiner Wehrmutstropfen: Nissan hat bereits ein konkretes Modell entwickelt und wird ab 2015 leider erst ein optisch identische Modell mit regulärem Antrieb in London einführen. Aber 2018 kommt ja schneller als man denkt.