SMART CITY BCN

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Welche Stadt möchte heutzutage nicht eine “Smart City” werden? Der schwammige Begriff zeichnet das Bild einer Stadt die sich Innovationen im Informations- und Kommunikationsbereich schnell aneignet und damit versucht Ihre Ressourcen effizienter und oft bürgerfreundlicher einzusetzen. Städte wie San Francisco und Yokohama sind hier die Inspiration, aber auch in Europa gibt es Städte die an umfassenden Konzepten arbeiten. Barcelona zum Beispiel. Das Smart City Modell Barcelonas ist in 12 Bereich eingeteilt, die jeweils eigene Projekte haben: Umwelt, ICT, Mobilität, Wasser, Energie, Müll, Natur, Bebauung, Öffentlicher Raum, Politische Transparenz, Informationsflüsse und Services. Die 2013 gestartete City OS ist hierbei die Basis. Die Software will als „Netzwerk der Netzwerke“ städtische Daten (wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Werte, Wasser- und Energieverbrauch, Verkehrs- und Personenflüsse, Parkplatznutzung, Müllmengen) zum größten Teil in Echtzeit mit Sensoren sammeln, diese zum Management nutzen und auch der Allgemeinheit über Apps zur Verfügung stellen. Per Software-Schnittstelle können dann auch Drittanbieter Apps entwickeln. Das besonders innovative an diesem Ansatz ist, dass nicht nur Smart-City-Lösungen für einzelne Bereiche geschaffen werden – z.B. das Management einer dezentralen Energie-Versorgung, sondern auch gleichzeitig an einem alles verbindenden Software-Mantel gearbeitet wird.
So will die Stadt bis 2020 ein Fünftel ihres Wasserverbrauchs einsparen und ebenso 20% des Energieverbrauchs öffentlicher Gebäude senken. Durch ein besseres Verständnis der Bewegungsabläufe in der Stadt könnten auch Infrastrukturinvestitionen sinnvoller gesetzt werden. Noch befindet sich dieses Stadtbetriebssystem in der Anfangsphase, es wird aber in den kommen Jahren sehr interessant sein Barcelona bei seiner Entwicklung zur Smart City zu beobachten: Schafft es Barcelona durch die Vernetzung großer Datenmengen tatsächlich auch einen Synergie-Effekt zu erzeugen? Wird der Energieverbrauch durch ständige Messungen im Endeffekt tatsächlich gesenkt? Wie wird die Stadt mit Datenschutz umgehen? Wird die Stadt durch diese Apps offener und bürgerfreundlicher? Man darf gespannt zusehen.