Mit Zugang in die Zukunft.

WheelrampDie Stadt der Zukunft sollte eine Stadt sein, die allen Bewohnern zugänglich ist. Stichwort: Inklusion. Das fängt bei barrierefreien U-Bahnhöfen, Bussen, Toiletten und Geschäften an, und hört vor einer einzigen Stufe leider wieder auf. Es ist klar, dass Treppen für Rollstuhlfahrer ein Hindernis darstellen. Es ist nicht ganz so klar, dass selbst eine einzelne Stufe, z. B. ins hippe Café in Kreuzberg, bereits eine unnötige Grenze darstellt. Hierfür gibt es seit 2010 eine einfache digitale Hilfe: Die Website www.wheelmap.org. Dort kann jeder Orte auf einer übersichtlichen Karte in voll, eingeschränkt oder nicht rollstuhlgerecht kategorisieren (#Crowdsourcing). Über 35.000 Nutzer bedienen sich dieser Karte – und der dazugehörigen App – monatlich, und annähernd eine halbe Million Orte wurden weltweit bereits eingestuft. Simpel und für Betroffene extrem hilfreich. Hinter dem Projekt steht der Verein Sozialhelden e.V..  Und dieser Verein ergänzt seinen digitalen Lösungsansatz nun mit einem analogen: Ein klappbare Aluminiumrampe mit Transportgriff. Hürden bis zu einer Höhe von 25 cm werden mir ihr überwindbar. Ganz ohne teure Baumaßnahmen. Ganz einfach. „Wheelramp“-Aufkleber an die Eingangstür, bei Bedarf Rampe raus, und schon sind wir dem Ideal einer inklusiven Stadt etwas näher. Eine einfache Rampe ist natürlich nicht unbedingt einen Beitrag auf Stadt2punkt0 wert, der Weg den die Sozialhelden für die Verbreitung hingegen gewählt haben dagegen schon: Die Aktion „Tausendundeine Rampe“ ruft zu einer Spende in Höhe von 100 Euro auf, mit deren Hilfe der Verein eine „Wheelramp“ anschaffen kann. Anschließend verteilt der Verein die erstandenen Rampen sinnvoll an auf der Wheelmap markierte Unorte. So hilft eine digitale Plattform bei einem analogen Problem. Die Stadt der Zukunft ist schließlich nicht NUR digital.

P.S. : Ladenbesitzer mit Stufe können eine „Wheelramp“ auch für 179 Euro selbst erstehen, und sich damit einen positiveren Eintrag in der Karte der Sozialhelden sichern.