Visueller Fahrrad Flow

seattle Eine grüne Welle. Ein Glücksgefühl für jeden Autofahrer. Der Flow. Die Effizienz. Die Zielstrebigkeit. Die Stadt Kopenhagen produziert dieses Gefühl nun vermehrt mit einer simplen Technologie. Allerdings nicht für Autofahrer – auf dem Fahrrad wird man dort nun glücklicher.
Der Ansatz ist ganz simpel: Die grüne Welle wird durch im Boden eingelassene LED-Lampen auf dem Fahrradstreifen visualisiert. Ist man auf der Fahrradspur von grünen LEDs umgeben – und hält eine Geschwindigkeit von 20km/h – so kann man ungebremst in die Innenstadt radeln. Ist der Radfahrer zu langsam, bewegt sich die grüne Lichterkette von ihm weg, und die LEDs direkt vor ihm gehen aus (Siehe Video). Dies kann Radfahrer dazu ermuntern, beherzt in die Pedale zu treten, und sich so unnötige Wartezeiten zu ersparen.
Diese Bevorzugung der Radfahrer bei der Ampelschaltung findet allerdings nur auf bestimmten Achsen, und nur während der Spitzenverkehrszeiten statt. So sollen immer mehr Berufspendler vom Auto zum Fahrrad umsteigen. Ein Konzept was gut funktioniert: 52% aller Kopenhagener radeln täglich zur Arbeit. Da hilft auch, dass im Winter Radwege zuerst geräumt werden.
Und die Stadt arbeitet nun bereits an einer smarten Version dieser LEDs: eingebaute Sensoren sollen in Zukunft größere Radgruppen erkennen und die Ampelschaltung zugunsten dieser Gruppen modifizieren. Ein intelligenter Flow 2punkt0. Wunderbar.

Mehr Informationen: Copenhagenize und Statistiken

Green Wave